Kleine Aktionen mit großer Wirkung

Seinen Alltag nachhaltig zu gestalten ist nicht immer so einfach, da man oft mehr mitbedenken und planen muss. Doch einige Dinge sind wirklich einfach umzusetzen und haben eine große Wirkung. Genau diese Dinge wollen wir euch hier näher bringen.

1. Zu Ökostrom wechseln. 🔌💡

Die Energiewende muss kommen bzw. sie kommt bestimmt. Und jeder Haushalt kann selbst mithelfen, dass sie schneller kommt. Der Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter/-Tarif ist sehr einfach und mit einer kurzen Anmeldung getan.

Es gibt viele Anbieter – doch man sollte nicht jedem blind vertrauen, da sie oft durch Handel mit Stromnachweisen indirekt Kohle- und Atomstrom fördern. Im Stromanbieter-Check von Global 2000 und WWF hat man einen guten Vergleich von unterschiedlichen Ökostrom-Anbietern. Also einfach reinschauen und sich einen guten Anbieter aussuchen und wechseln. Geht ganz einfach und hat eine sehr große Wirkung!

Nur um ein paar Anbieter zu nennen: AAE Naturstrom, WEB Windenergie AG, eFRIENDS energy, oekostrom AG, Meinalpenstrom

Kleine_1.jpeg Kleine_1a.png

2. Geld nachhaltig anlegen 💶

Dass Geld viel bewirken kann, werden wohl die Meisten unterschreiben. Also ist es nicht verwunderlich, dass es viel bewirkt, wenn man sein Geld nachhaltig anlegt. Klingt für viele vielleicht etwas eigenartig, weil Geld ja keine Emissionen ausstößt. Aber Geld bewirkt einfach viel. Geld, das auf einer „normalen“ Bank angelegt wird, kann für Investitionen in fossile Energieträger, Atomkraft, Rüstung und Co eingesetzt werden.

Doch man kann sein Geld auch einfach ökologisch und ethisch-sozial anlegen, zum Beispiel mit Produkten mit dem Österreichischen Umweltzeichen. Hier werden mit dem Geld nur nachhaltige Projekte und Unternehmen unterstützt und finanziert. Hier ist das Ganze etwas genauer erklärt. Und hier findet man unter verschiedenen Nachhaltigkeitskriterien seine passenden Anlegeprodukte: Auch bei nachhaltigen Kontos hat sich in der letzten Zeit einiges getan, zum Beispiel das „GoGreen Konto“ von der Bank Austria.

Kleine_2.jpg

3. „Keine Werbung“-Pickerl ✉️📫

Wer kennt es nicht – der Postkasten ist zwar voll, aber es ist nichts wirklich Wichtiges drinnen, was man tatsächlich lesen müsste, weil so gut wie alles nur Werbung ist. So landen viele viele Prospekte tagtäglich eins zu eins vom Postkastl direkt in den Papiermüll. Und das sind große Mengen an Papiermüll. 🗑 Doch auch hier kann man mit nur sehr wenig Aufwand diesem Müllaufkommen einen Riegel vorschieben, in dem man auf den Postkasten ein Pickerl klebt wo drauf steht „Bitte keine unadressierte Werbung“.

Man kann es einfach draufschreiben oder man kann spezielle Pickerl dafür besorgen. Die Pickerl bekommt man bei unseren Nachhaltigkeitsparties, im KreisLa in Frohnleiten oder online. Wer noch weniger Werbungsmaterial erhalten möchte, der kann sich zusätzlich noch auf die Robinson-Liste eintragen, dann bekommt man auch kein persönlich adressiertes Werbematerial zugesandt.

Kleine_3.jpg

4. Ecosia statt Google 🌲🌳

Ecosia ist eine ökologische Suchmaschine. Ecosia hat mit Solaranlagen ☀️ ausreichend Strom an das Stromnetz geliefert um alle Ecosia-Suchvorgänge mit 100% erneuerbarer Energie zu betreiben. Ddie Einnahmen werden verwendet um Bäume zu pflanzen. Somit ist Ecosia nicht nur CO₂-neutral sondern sogar CO₂-negativ.

Server verbrauchen eine Menge Energie und man sucht doch mal öfters im Internet nach irgendwas. Das Umstellen auf Ecosia als Standard-Suchmaschine geht schnell und so kann man ganz einfach vom (Büro-)Sessel aus einen Baum pflanzen lassen. 🌲🌳

Kleine_4.jpg

5. Eine Blumenwiese sähen 🌼🌻

Die Artenvielfalt geht zurück – die Begriffe Bienensterben 🐝 und Insektensterben 🐜🐞 haben die letzten Jahre geprägt. Wir müssen den Insekten wieder mehr Lebensraum bieten bzw. zurück geben. In den Steinwüsten vor manchen Häusern und auf dem englischen Rasen im Garten können Insekten keine Nahrung finden. Wir brauchen wieder mehr Blumenwiesen, begrünte Balkons und Terrassen. Und zwar mit heimischen Pflanzen. So kann jeder ein Stück dazu beitragen, dass Insekten wieder mehr Lebensraum haben.

Kleine_5.JPG

6. Weniger Heizen

Heizen ist der größte Energieverbraucher in Österreichs Haushalten. Deswegen sind Themen wie thermische Sanierung und Heizungs-Tausch in den letzten Jahren in den Medien sehr präsent gewesen. Beim Heizen kann man mit kleinen Veränderungen schon sehr viel bewirken. Natürlich ist wichtig, wie die Wärme erzeugt wird. Es gibt in Österreich gute Förderangebote, wenn du auf nachhaltige Heizsysteme umsteigst. Achtet auch darauf, dass die Wärme gut in den Räumen behalten wird. Das funktioniert mit guter Gebäudedämmung, aber auch indem ihr stoßlüftet anstatt das Fenster durchgehend gekippt zu halten. Am Einfachsten kann man den Heiz-Energiebedarf senken, indem man die Raumtemperatur richtig wählt. Man muss im Winter nicht unbedingt mit kurzem T-Shirt und barfuß durch die Wohnung laufen (können). Es ist auch für unseren Körper wichtig, dass man die Innentemperatur der Außentemperatur anpasst. Und somit wäre im Winter ca. 20 Grad Raumtemperatur ideal. Durch jeden Grad, den man weniger aufheizt, spart man 5 bis 10 Prozent Heizenergie ein. Wenn man also früher immer auf 22 Grad aufgeheizt hat und jetzt 20 Grad wählt, kann man bis zu 20 Prozent Energie einsparen. Das ist eine ganze Menge.

Kleine_6.JPG

Was sind kleine Aktionen, mit denen ihr euren Fußabdruck beträchtlich senkt?